20 Jahre Hospizverein Pfungstadt und nördliche Bergstraße

Im Januar 2022: Brief zu unserem Jubiläum von Wolfgang Novak – einem unserer Vereinsgründer

Betreff: Glückwunsch und Danke!
Lieber Andreas Meyer,
liebe Schwestern und Brüder im Hospizverein Pfungstadt,
habe heute noch einmal den Weihnachtsbrief gelesen und gespürt, wie nahe ich Ihnen allen bin.
Von ganzem Herzen Danke an Sie alle für jegliche Form Ihres Dienens und Tuns für den Verein und durch den Verein für die Menschen, mittlerweile in vielfältiger Weise und an so vielen Orten.
Demütig und Dankbar denke ich an die Ursprünge und wünsche Ihnen allen Kraft, alles Gute und Gottes Segen für Ihren Dienst.
Dank besonders auch an alle, die zu Ihnen gehören, diesen Dienst mittragen. An alle, die den Verein auf vielfältige Weise unterstützen, ehren.

In Dankbarkeit und herzlicher Verbundenheit grüße ich nach Pfungstadt und freue mich auf eine Wiedersehen.

In Gedanken bei Ihnen, im Gebet in Begleitung Ihres Dienstes, verbleibe ich mit pace e bene,
Ihr, Bruder Wolfgang Novak CFPB

Im Juni 2021: Bericht zur Historie von Birgit Schneider

Im Jahr 2021 feiert der Hospizverein Pfungstadt und nördliche Bergstraße e.V. sein 20-jähriges Bestehen. Wir schauen auf zwei Jahrzehnte zurück, in denen wir viele schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen begleitet, ihnen Beistand und Halt gegeben und Zeit geschenkt haben.

Dies wäre nicht möglich, würden sich nicht so viele Menschen in und für unseren Hospizverein mit Herzblut engagieren. Durch den unermüdlichen Einsatz unserer Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter, unserer Koordinatorinnen und unseres Vorstands sind wir in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Daher sprechen uns die Worte Marie von Ebner-Eschenbachs aus tiefstem Herzen.

Begonnen hat alles in Pfungstadt im Jahr 2001. Wolfgang Novak, damals im Seelsorgeteam der katholischen Kirche tätig, entwickelte gemeinsam mit Josefa Schwertfeger, ehemalige Leiterin der Sozialstation in Pfungstadt sowie einigen weiteren engagierten Menschen die Vision, einen Hospizverein in Pfungstadt zu gründen. Es ist dem hohen Engagement aller Gründungsmitglieder zu verdanken, dass es damals zur Gründung des Hospizvereins Pfungstadt kam.  Ziel der Initiative „Hospizverein Pfungstadt“ war es, Menschen in der Hospizarbeit zu schulen, damit sie anschließend in ehrenamtlicher Arbeit schwerstkranke und sterbende Menschen begleiten können. Diese Vision beruhte auf der Erkenntnis und dem daraus erwachsenen Wunsch, in einem zutiefst karitativen Sinn dem Nächsten in der existentiellen Zeit des Sterbens überkonfessionellen Beistand und Halt zu geben.

So lokal der Verein seinerzeit in Pfungstadt begonnen hatte, so regional erweitert ist er bereits seit vielen Jahren in Pfungstadt und an der nördlichen Bergstraße tätig. Mit der Umbenennung im vergangenen Jahr ist das jetzt auch im Vereinsnamen sichtbar. Seit seiner Gründung im Jahre 2001 hat der Verein über 600 Sterbenskranke und ihre Angehörigen begleitet. In neun Kursen wurden bislang nahezu 70 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter in der Begleitung schwerstkranker Menschen geschult. Ungezählt ist die Vielzahl an Stunden ehrenamtlicher Arbeit in der hospizlichen Begleitung, die von unseren Ehrenamtlichen über zwei Jahrzehnte geleistet wurden. Trauernde Menschen finden in unterschiedlichen Trauer-Angeboten Halt und Beistand. Wir erweitern unsere Angebote stetig, immer mit dem Ziel vor Augen, Menschen in der Zeit des Sterbens nicht allein zu lassen und Zuwendung zu schenken. Wir sind im gleichen Maße stolz und dankbar, dass sich immer wieder Menschen für diese anspruchsvolle Arbeit interessieren und qualifizieren lassen.

Wir möchten unsere Freude zu unserem 20-jährigen Bestehen mit den Menschen hier in der Region teilen, erfahren wir doch auch viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Einige lokale Künstlerinnen und Künstler haben sich spontan dazu bereit erklärt, zu Gunsten unseres Hospizvereins Benefizveranstaltungen anzubieten. Leider hat die Corona-Pandemie unserem Plan, in jedem Monat eine solche öffentliche Veranstaltung anzubieten, vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem sind wir derzeit voller Hoffnung, im September – vermutlich noch unter Einhaltung der allgemeinen Hygiene-Regeln – so doch in Präsenz mit dieser Veranstaltungsreihe starten zu können.

Seien Sie gespannt, was Sie in unserem Festjahr erwarten wird. Soviel sei schon einmal vorab verraten: es wird einen bunten Reigen aus Musik, Autorenlesung und Gastspiel geben. Informationen hierzu finden Sie zur gegebenen Zeit jeweils auf unserer Homepage www.hospizverein-pfungstadt.de und in den lokalen Wochenzeitungen.

4. Mai 2022 16:30 – 18:30 Autorenlesung – Ina Schmidt – Philosophin und Publizistin: „Über die Vergänglichkeit“ Gartensaal vom Schloss Heiligenberg in Jugenheim. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Ina Schmidt ist Philosophin und Publizistin. Sie promovierte an der Universität Lüneburg über den Einfluss der Lebensphilosophie auf das frühe Denken Martin Heideggers. 2005 gründete sie die „denkraeume“ und bietet seither Seminare, Vorträge und Gespräche zur Philosophie als eine Form der Lebenspraxis an. Sie ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis (IGPP) und Referentin der „brainery“ in Hamburg sowie der „Gedankenflieger“ am Hamburger Literaturhaus. Am Institut für Philosophie der Universität Rostock hat sie einen Lehrauftrag übernommen. Schmidt veröffentlichte zahlreiche philosophische Sachbücher, zuletzt: „Das Ziel im Weg. Eine philosophische Suche nach dem Glück“ (2018). Ina Schmidt lebt mit ihrer Familie in Reinbeck bei Hamburg.

29. Mai 2022 18:00 Uhr „Noch’n Gedicht – der große Heinz Erhard Abend“ mit Hans -Joachim Heist, Sport- und Kulturhalle Pfungstadt. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Stadt Pfungstadt.

Samstag 16.7.2022 Beginn 19:00 Uhr „RUTH“ Gospelchor Alsbach & Band, Bürgerhaus Sonne , Alsbach.

12. November 2021 Benfizveranstaltung mit der Band „grass unlimited“ im Saalbau Kino in Pfungstadt –> Zum Bericht