Aktivitäten

Hier erhalten Sie in regelmässigen Abständen Informationen aus der Arbeit des Hospizverein Pfungstadt und nördliche Bergstraße e.V.

Mai 2022 : Birgit Schneider in der Friedrich Ebert Schule Pfungstadt – Bericht von Nina Nebgen (V10b)

Das Hospiz

Mit einem Hospiz verbinden die meisten Menschen im ersten Moment eins: Tod, Trauer und die Angst zu sterben. Das war auch mein erster Gedanke, als ich mich im Religionsunterricht das erste Mal mit einem Hospiz beschäftigte. Doch heute wurde ich vom absoluten Gegenteil überzeugt. In der heutigen Religionsstunde bekamen wir Besuch von einer Hospiz-Mitarbeiterin (Frau Schneider), aus dem Hospiz-Verein Pfungstadt, um etwas mehr über das Ganze zu erfahren. Sie erzählte uns in einem lockeren Gespräch, wie ihre Arbeit so aussieht. Schnell zeigte sich, dass unsere ersten Vermutungen völlig falsch waren. Ein Hospiz ist kein Ort, vor dem sich Menschen fürchten und welchen sie erst in ihren letzten Lebenstagen besuchen sollten. Es ist ein Ort an dem Menschen in schweren Zeiten beistand geleistet wird, wo sie ihre Ängste und Sorgen mitteilen können und Hilfe bekommen. Hospiz-Mitarbeiter und Mitarbeiter des ambulanten Hospiz-Vereins leisten den Menschen, wenn es schwer wird Gesellschaft, begleiten sie und sprechen mit ihnen. Doch nicht nur das, sie helfen auch durch einige Ratschläge und Tricks für mehr Wohlbefinden und versuchen das Beste aus den unterschiedlichen Situationen zu machen. So zum Beispiel wurde uns der Tipp gegeben, für Menschen, die nur durch den Mund atmen, etwas Honig und Butter zu mischen und dies auf die Lippen zu verteilen, aber das nur am Rande. Außerdem bieten die Mitarbeiter auch den Angehörigen und trauernden Menschen an, sie zu unterstützen und ihnen möglichst etwas Last abzunehmen. Oftmals wird, wenn man sich eine Meinung über das Thema bildet, auch nicht beachtet, dass es sich hier um eine freiwillige Arbeit handelt, also Menschen, die sich sozial engagieren und ihre freie Zeit dafür von Herzen verschenken, um anderen zu helfen. Sie besuchen die Patienten in ihrer Freizeit und setzten sich bewusst auch mehrere Wochen mit den Menschen auseinander. Der Gedanke, dass ein Hospiz also aus alten Menschen, die jegliche Lebensfreude bereits verloren haben und das ganze nur für etwas Geld machen, besteht, war also auch völlig falsch. Schnell wurde uns gesagt, dass so ziemlich das Traurigste was die Mitarbeiter zu hören bekommen war: „Ich wünschte, wir wären schon früher zu Ihnen gekommen!“, was allerdings sehr häufig vorkommt. Durch die am Anfang genannten Vorstellungen, über ein Hospiz oder eines Hospiz-Vereins ist es nämlich oftmals so, dass Menschen sich nicht trauen die Hilfe von Hospiz-Mitarbeitern anzunehmen, weil sie denken es sei noch zu früh. Die Wahrheit ist aber, dass es kein wirkliches zu früh gibt. Hospiz-Mitarbeiter sind nicht nur für die letzten Tage einer im Sterben liegenden Person da, sie begleiten die Personen auf einer langen Reise, die nicht gefürchtet werden sollte. Da man in seinen letzten Tagen aber vermutlich schon die meiste Zeit mit dieser Angst verbracht hat, können einem diese Sorgen erst spät abgenommen werden und nicht mehr eine so tiefe Bindung zwischen Patient und Mitarbeiter aufgebaut werden. Allerdings ist ein Hospiz nicht mit Pflege- oder Besuchsdiensten zu verwechseln! Das Gespräch hat mich insgesamt also sehr berührt und bei uns allen viele neue Eindrücke hinterlassen. Alles in allem also eine sehr gute Sache. Mein persönliches Fazit ist pure Begeisterung. Ich finde es toll, dass es so Menschen wie Frau Schneider gibt, die anderen dabei helfen, in ihrer letzten Zeit noch immer etwas Spaß zu haben und etwas Positives zu sehen. Jeder sollte die Chance haben, sich so einen Vortrag anhören zu dürfen.

Wir bedanken uns sehr herzlich für die Zeit und das beeindruckende Gespräch mit Frau Schneider.

Nina Nebgen (V10b)

20 Jahre Hospizverein : 4. Mai 2022 Impressionen von der Autorenlesung auf Schloss Heiligenberg

Autorenlesung – Ina Schmidt – Philosophin und Publizistin: „Über die Vergänglichkeit“ Gartensaal vom Schloss Heiligenberg in Jugenheim. Die Veranstaltung wurde von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Hospizverein organisiert

Ein Teil des Organisationsteams bei den Vorbereitungen auf Schloss Heiligenberg in Jugenheim (v.l.n.r. Margit Schulze, Birgit Schneider, Rainer Weber, Fr.Reis, Ehepaar Grosskinsky)
Der Gartensaal vom Schloss Heiligenberg kurz bevor die Gäste kommen

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Herr Seebohn von der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung begrüßt cirka 60 Gäste
Herr Dr.Paul-Hermann Gruner im Dialog mit Frau Dr.Ina Schmidt

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