Aktivitäten

Hier erhalten Sie in regelmässigen Abständen Informationen aus der Arbeit des Hospizverein Pfungstadt e.V.

Oktober 2018:  Unsere Koordinatorin unterwegs in Edinburgh/ Schottland – Besuch im St. Columba‘s Hospice und Marie-Curie Hospice

Anlässlich einer privaten Reise nach Edinburgh/Schottland hatte unsere Koordinatorin Birgit Schneider Ende Oktober 2018 die besondere Möglichkeit, zwei stationäre Hospize der Stadt Edinburgh zu besuchen und deren Strukturen näher kennenzulernen. Beide Besuche waren von großer Herzlichkeit geprägt und es kam schnell zu einem offenen Austausch über die unterschiedlichen Konzepte.

Im St. Columba‘s Hospice verbrachte Birgit Schneider einen Vormittag mit Richard Mackay, dem zuständigen Manager für die stationären Bewohner in dieser Einrichtung. Es bot sich Ihr die Möglichkeit, die hervorragenden Räumlichkeiten dieses Hospizes mit Blick auf das Meer sowie die Struktur der Betreuung der zu versorgenden Patienten näher kennen zu lernen. Das Hospiz arbeitet seit 40 Jahren in Edinburgh und versorgt mit 600 Ehrenamtlichen im Alter von 16 bis 80 Jahren (!) die Hauptstadt und das Umland. Es betreibt neben dem Sektor für 30 stationäre Patienten (indoor patients) ein Tageshospiz mit 30 Betreuungsplätzen (day care), in dem neben den professionellen Pflegekräften und Ärzten/Ärztinnen insbesondere Ehrenamtliche auf die Bedürfnisse der betreuten Menschen am Lebensende eingehen. Zudem gibt es den noch weit größeren Sektor der häuslichen Betreuung (outdoor patients) schwer kranker Menschen. Insgesamt werden pro Jahr in allen Bereichen mehr als 1100 Menschen betreut und begleitet. Sehr beeindruckend!

Im Marie Curie-Hospice Edinburgh konnte Birgit Schneider dann Libby Milton kennenlernen, leitende Pflegekraft (lead nurse) in der dortigen Tageshospiz Abteilung des Hospizes. Libby ermöglichte Birgit ebenfalls einen Einblick in Organisation und Struktur des Hospizes. Das Hospiz in Edinburgh ist Teil einer Organisation, die mit insgesamt neun Hospizen, die über das gesamte Königsreich verteilt sind, einen bedeutenden Teil der gesamten hospizlichen Versorgung in Großbritannien darstellt. Im Marie-Curie Hospice wie auch im St. Columba’s Hospice steht ein Team von professionellen Palliativfachkräften, Ärzten, Physiotherapeuten sowie Spezialisten für Komplementärtherapien, Sozialarbeitern und Seelsorgern zur Verfügung. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit Pflegeinheiten und medizinischen Fachkräften im Umfeld.

Sehr inspirierend für Birgit war es erleben zu dürfen, in welchem Umfang und welcher Vielfältigkeit insbesondere in der Tagespflege (day care) den Patienten aber auch deren Angehörigen komplementäre Behandlungen im Hospiz ermöglicht werden.  So können an mehreren Tagen in der Woche Patienten wie auch deren Angehörige z.B. Musik-/Kunsttherapie, Akupunktur oder Aromamassagen in Anspruch nehmen, immer mit dem Ziel, Symptome zu lindern, Stress abzubauen und Lebensqualität zu fördern.  Besonders schön war es für unsere Koordinatorin, ihre mitgebrachten Klangschalen Libby vorstellen und von den eigenen Erfahrungen mit diesen in der Begleitung schwer kranker Menschen in unserem Verein erzählen zu können. Libby war beeindruckt!

Abschließend lässt sich festhalten, dass in beiden Hospizen das Hauptaugenmerk in der Versorgung und Symptomlinderung schwer kranker Menschen im häuslichen Bereich liegt, ergänzt durch die Möglichkeit der Behandlung im Tageshospizes sowie der vorübergehenden Behandlung im stationären Hospiz. Hier unterscheidet sich die Philosophie der Versorgung der betreuten Menschen offensichtlich deutlich von der bei uns praktizierten, in dem Gäste eines stationären Hospizes in den meisten Fällen bis zu ihrem Lebensende bleiben.

Oktober 2018:   Merck Spende für Hospizverein Pfungstadt

Im Rahmen der Restcent Aktion von Merck bekommt der Hospizverein Pfungstadt e.V.  eine Spende in Höhe von 850 Euro.  Bei Merck hat die Restcent Aktion schon Tradition. Seit 30 Jahren verzichten die Mitarbeiter auf die Centbeträge ihres Gehaltes und das Unternehmen verdoppelt dann den so angesammelten Betrag. In Summe wurden dieses Jahr fast 32 Tausend Euro an 19 Vereine gespendet.

Die Spende wird bei uns zur Finanzierung einer “Veeh”-Harfe verwendet. Dabei handelt es sich um ein Saitenzupfinstrument, das auch ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann.  Das Erleben der weichen und leisen Harfenklänge trägt besonders zur Entspannung schwerstkranker Personen bei.

Bild unten: Frau Edeltraud Seubert von Merck bei der Übergabe des Spendenschecks an Frau Birgit Schneider (links) vom Hospizverein Pfungstadt.

Quelle der Bilder:

 

September 2018:   Hospizverein beim Weltkindertag in Seeheim   –>  zum Artikel

September  2018:  Artikel zum Thema Hospizbegleitung auf  der Titelseite der Pfungstädter Woche   –>  zum Artikel

August 2018:  Ökumenisches Sommerfest – Hospizverein ist mit Fühlstrasse vertreten    —> zum Artikel

Juni 2018:   Hospizverein beim FESt der Friedrich-Ebert-Schule Pfungstadt  –> zum Artikel

Juni 2018:   Zweiter “Letzte Hilfe Kurs” in Pfungstadt  –> zum Artikel

Mai 2018:   Besuch der Ersten Kreisbeigeordneten Frau Lück — > zum Artikel

April 2018:  Erster “Letzte Hilfe Kurs” gut besucht   –> zum Artikel

Nachruf Detlev Brader  –> zum Artikel